Din / Eiswürfelimschuh

Din / Eiswürfelimschuh im Interview

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Frage: Hallo Din, stell dich mal kurz vor.
Nadin: Ich bin Din, von ‘eiswuerfel im schuh’ und nahezu täglich steht bei mir Sport auf dem Plan. Neben meiner großen Leidenschaft Laufen, praktiziere ich gern Yoga, fahre Rennrad und gehe regelmäßig Schwimmen. Die Passion für Bewegung, gesunde Ernährung, Lauf- und Sportzubehör teile ich unheimlich gern mit anderen.

Frage: Was machst du, wenn du nicht gerade läufst?
Nadin: Da gibt es sehr viel, z.B. anderen Sport wie Yoga, Schwimmen, Stabilisationstraining, Rennradfahren und mit etwas Glück, stehe ich auch ab und an auf dem Surfbrett. Natürlich kann ich auch mal ganz unsportlich sein und die Beine hochlegen. Dann lese ich eine Vielzahl unterschiedlicher Zeitschriften, Bücher über Ernährung, die sich mittlerweile auf und neben meinem Nachtisch stapeln, interessiere mich für Mode…

Frage: Wie kamst du zum Laufen?
Nadin: Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es mal eine Zeit in meinem Leben gab, in der Sport keine Rolle gespielt hat. Als ich aber mit meiner Familie in den 90ern aus der Stadt raus aufs Land gezogen bin, war es zeitlich nicht mehr möglich, all die Verpflichtungen, die ein Verein mit sich brachte, nachzugehen. Damals habe ich Handball gespielt und da es in dem Dorf wenig Alternativen gab, fing ich an zu laufen. Irgendwie wurden die Strecken dann immer länger, die Lust am Laufen immer größer und ich konnte mir dann tatsächlich den Traum erfüllen, einen Marathon zu laufen.

Frage: Laufen, Yoga, Surfen, Schwimmen und Radfahren – wie schaffst du es dir die Zeit für all die verschiedenen Sportarten zu nehmen?
Nadin: Es wäre gelogen, würde ich sagen, dass es einfach ist, dass es lediglich eine Frage der Organisation ist. Manchmal ist es hart, morgens fast aus dem Bett zu fallen, weil es der Trainingsplan so vorsieht. Da wird schon einmal ordentlich alles im Leben hin und her geschoben. Aber, wenn man Spaß an einer Sache hat, findet man auch Möglichkeiten, sie zu realisieren. Die Unterstützung der Familie ist dabei natürlich sehr wichtig. Surfen findet nur im Urlaub statt, aber alle anderen Sportarten, werden in den Tagesablauf eingebaut. Dazu gehört natürlich auch, dass ich mich zu unmöglichen Zeiten aus dem Bett quäle. Wenn ich dann aber dabei bin, macht es unglaublich Spaß. Es ist ja auch nicht so, dass ich alle Sportarten täglich nacheinander absolviere, sondern diese im Trainingsplan über mehrere Tage berücksichtigt werden. Außerdem ergänzen sie sich wunderbar und die Freude daran geht irgendwie nie verloren.

Frage: Wie schaut deine normale Trainingswoche aus?
Nadin: Am liebsten laufe ich natürlich und meist liegt auch der Schwerpunkt auf diesem Training. Aber grundsätzlich kommt es auf die Saison an und was ich im Jahr geplant habe. Das letzte Jahr war beispielsweise etwas ruhiger, was Wettkämpfe angeht und da habe ich entsprechend weniger trainiert. In diesem Jahr habe ich mit der Vorbereitung schon im Januar begonnen und so stehen meist fünf bis sechs Trainingstage pro Woche an. An manchen Tagen habe ich zwei Einheiten, die ich entweder nacheinander oder eine am Morgen und eine am Abend absolviere. Es ist meist ein Wechsel – einen Tag beispielweise Schwimmen, am nächsten eine intensive Laufeinheit und danach Yoga zum Entspannen und Kräftigen der Muskeln, am dritten Tag eine lange Radeinheit oder ein Koppeltraining, also erst Radfahren und anschließend Laufen. Das ist dann natürlich eine Vorbereitung für einen Triathlon. Möchte ich einen Marathon laufen, stehen vermehrt Laufeinheiten auf dem Programm, die sehr lang ausfallen können. Insgesamt ist es aber eine bunte Mischung aus allen Sportarten, die sich einfach auch gegenseitig sehr schön unterstützen. Ich glaube, dass dadurch auch Überlastungen gerade in einer sehr trainingsintensiven Zeit vermieden werden können.

Frage: Surfen ist nun kein Allerweltshobby, schaffst du es auch in Deutschland dem Surfen nachzugehen oder nur im Urlaub?
Nadin: Leider nur im Urlaub. Ich habe in diesem Jahr aber von einer lieben Bloggerfreundin Jola_rennt erfahren, dass man wohl auch in der Nähe von Kiel einigermaßen gut surfen könne. Das werde ich sicher bald ausprobieren.
Ansonsten sind die Kanaren momentan mein Surferparadies.

Frage: Was machst du in den kalten Wintermonaten? Deine div. Sportarten sind ja eher Outdoor-Aktivitäten?
Nadin: Ich ziehe mich warm an und lege mit meinem Training los. Ich jammer zwar ein wenig in den ersten Minuten, oder manchmal tobe ich auch innerlich, aber dann läuft es relativ schnell, ganz normal wie bei milden Temperaturen. Es kann natürlich auch mal sein, dass unmöglich hoch Schnee liegt oder dicke Eisschichten meine Laufstrecke überziehen, aber meist macht es gerade dann richtig Spaß. Im Winter ist das Training auch meist entspannter, so dass ich auch langsam durch Schneeberge stapfen kann oder mir Spikes vorsichtig über das Eis tippel.
Rad fahre ich dann meist auf einer Rolle vor dem Fernseher, das hat auch was. Schwimmen wir dann in ein Hallenbad verlegt und Yoga geht ja eigentlich immer. Das ist zudem genau die Zeit, in der ich meine Yoga Praxis erweitere und Workshops besuche. Außerdem probiere ich sehr gern Neues aus und da bietet sich der Winter perfekt für an. Normalerweise fahre ich mein Training etwas runter, so dass ich mehr Zeit habe – auf meiner Wunschliste steht momentan ganz oben Cross Training und TRX.

Frage: Hast du einen bevorzugten Laufschuh oder kaufst du dir jedes Jahr neue Modelle und schaust welches Laufschuh der beste der Saison ist?
Nadin: Das kommt immer auf das Training an – momentan bevorzuge ich leichte Modelle, wie den Brooks PureConnect oder Nike Free, weil ich kürzere und schnelle Einheiten auf meinem Plan stehen habe. Ich orientiere mich aber auch immer an neuen Entwicklungen, sicher auch an Trends, aber was besonders wichtig ist, dass der Laufschuh zu mir, meinen Füßen und Bedürfnissen passt.

Frage: Barfuß- und 5-Finger Schuhe werden immer beliebter. Was sind deine persönlichen Erfahrungen mit dem neuen Trend?
Nadin: Das stimmt; vor etwa einem Jahr habe ich zwar schon etwas davon gehört, aber mich noch nicht getraut, solche Schuhe zu probieren. Mittlerweile stehen gleich mehrere Modelle davon bei mir im Schuhregal. Ich trage sie allerdings nicht für lange und intensive Trainings, sondern eher für sehr kurze Distanzen oder in der Freizeit, um meinen Füßen und der Muskulatur etwas Gutes zu tun, sie gezielt zu trainieren und zu fordern.
Wenn man sich für einen Schuh aus dieser Kategorie entscheidet, sollte man ganz vorsichtig beginnen. Ich habe meine anfangs nur wenige Minuten getragen und nur für das Lauf-ABC oder zum Auslaufen angezogen. Ich habe darüber auch bereits mehrere Beiträge geschrieben; vielleicht sagt dir auch der Barfußlauftag etwas – dort findet man viele nützliche Tipps und Informationen; wird es sicher auch im kommenden Jahr wieder geben.)
Wer erst einmal nicht gleich in einen Schuh investieren möchte, kann an milden Tagen einfach am Ende seiner Laufeinheit mit einer kleinen Runde barfuß beginnen. Eine Wiese und lockeres Lauf-ABC eignen sich dafür bestens.

Frage: Worauf kommt es deiner Meinung nach beim Kauf von Laufschuhen an?
Nadin: Sie müssen in erster Linie gut sitzen und zum Läufer passen. Ein Marathonläufer stellt natürlich ganz andere Ansprüche an einen Schuh als ein Anfänger und beide benötigen zumeist für ihre Distanzen ein anderes Modell. Man sollte seine Bedürfnisse, seinen Plan, den man verfolgt (also wie viele Wochenkilometer laufe ich) klar formulieren und dem entsprechend seinen Schuh auswählen. Natürlich spielen auch Fußfehlstellungen eine wichtige Rolle oder ob spezielle Einlagen hinein passen müssen. Möchte ich Wettkämpfe laufen oder einfach am Morgen eine kleine Runde drehen. Auch Körperstatur und der Laufstil müssen berücksichtigt werden. Sehr wichtig ist aber auch, dass man sich einfach darin wohlfühlt, denn häufig begleiten einen Laufschuhe für mehrere hundert Kilometer durch eine Saison.

Frage: Wenn man sich deinen Blog anschaut, dann ist das alles schon sehr professionell. Sehr ausführliche Artikel, tolle Fotos und die Resonanz auf deine Beiträge ist auch sehr groß. Wie schaffst es dir so viel Zeit zu nehmen und wie viel Zeit investiert du in deinen Blog?
Nadin: Eine gute Frage und es ist häufig weniger Zeit, als ich mir wünschen würde. Es macht mir wie mein Sport sehr viel Spaß und deshalb versuche ich hier und da immer etwas Zeit dafür abzuknapsen. Wenn ich allerdings im vollen Training bin, die Anspannung vor Wettkämpfen und die Erschöpfung danach meine Freizeit bestimmen, komme ich häufig einige Tage gar nicht dazu, an meiner Seite zu basteln. Ansonsten bereite ich an den Wochenenden immer gern einiges vor und das kann dann schon einige Stunden dauern.

Frage: Was treibt dich beim Bloggen an, was sind deine Ziele in Zukunft?
Nadin: Ich möchte mich in erster Linie mit anderen austauschen, deshalb bin ich auch bei Twitter. Natürlich möchte ich auch mein Wissen und all die Informationen, die ich erhalte, gern weitergeben – in der Hoffnung, dass ich damit auch andere motivieren oder ihnen weiterhelfen kann. Da es ja nur ein „Freizeit-Blog“ ist, habe ich viel mehr Ideen, als ich umsetzen kann. Ich würde gern häufiger meine Rezeptideen für einen gesunden und ausgewogenen Lebensstil teilen und ich glaube, dass ist auch die Sektion, die ich weiter ausbauen möchte. Hilfe habe ich mir aber schon einmal für meine Fotos gesucht, damit die noch etwas schicker und professioneller aussehen. Aber auch daran arbeite ich weiter.

Frage: Medaille oder Finisher-Shirt?
Nadin: Medaille – auf jeden Fall – eine absolute Trophäe. Die Shirts stapeln sich leider nur im Schrank und man kommt zu selten dazu, sie anzuziehen.

Frage: Was motiviert dich Sport zu treiben?
Nadin: Natürlich in erster Linie erst einmal der Spaß – Sport gehört einfach zu mir, es macht mir unglaublich viel Spaß. Aber auch meine Gesundheit – ich habe Asthma und wenn ich mit dem Sport aufhöre, dauert es nur wenige Wochen, bis es mir schon schwer fällt, einige Treppen hochzulaufen. Es ist eine ständige Arbeit an meiner Ausdauer, die ich nicht verlieren möchte. Außerdem hilft mir Sport abzuschalten, Energie aufzutanken, meinem Körper etwas Gutes zu tun.

Frage: Welche Frage wolltest du schon immer mal beantworten?
Nadin: Es gibt nicht unbedingt eine Frage. Aber ein Thema, das mich neben Yoga immer wieder beschäftigt, ist das Radfahren. Ich werde meist viel über das Laufen befragt, über meine Seite oder auch über Ernährung. Was mich aber bei anderen Sportlerinnen vor allem bei Triathletinnen und Rennradfahrerinnen immer brennend interessiert, ist die Ausrüstung – was braucht Frau auf und für das Radfahren als Anfänger, sind sie für ihr Rad selbstverantwortlich bzw. schrauben sie selbst dran rum, wechseln sie selbst Schläuche…
Ich stehe oft vor Rätsel – ich kann nämlich nur theoretisch einen Reifenschaden beheben. Mein Rad und ich gehören zusammen, aber ich habe zum Glück immer jemanden bei mir, der mir helfen kann.
Absoluter Luxus!
Und in Sachen Ausrüstung kann ich jedem Neuling nur empfehlen, es langsam angehen zu lassen. Eine vollkommen überteuerte Rennmaschine und Ausrüstung können kein solides Training ersetzen. Ich habe für mich die Erfahrung gemacht, dass dicke Polster in Rennradhosen sich nicht so gut fahren lassen, wie beispielsweise dünnere, wie man sie in Triathlonhosen findet. Aber egal wie, eine Hose mit einem Polster sollte man sich schon zulegen. Ob nun Anzug oder Zweiteiler ist auch Geschmackssache, aber bei einem Anzug gilt zu bedenken, dass man nicht schnell mal wohin kann.
Aber man sollte sich nicht abschrecken lassen, man lernt schnell dazu und die eigenen Erfahrungen sind die wertvollsten.

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